GEDANKEN AUF PAPIER GEBRACHT!

Freigeister, Andersdenker, Demonstranten, Aufbegehrer, Revoluzzer, Querulanten?! Wer anders denkt und das auch sagt, stellt sich gegen den Mainstream und muss mit Gegenwind rechnen. Seine Meinung öffentlich kund zu tun, ist in unserer Gesellschaft oft ein Problem. Meistens für jeweils anders Gesinnte, Neider oder Dulder, die sich vielleicht insgeheim sogar wünschen, den Mut zu haben für irgendeine Sache einzustehen und nicht zu feig zu sein, den Mund aufzumachen. Natürlich gibt es genug Leute, denen genau das dann nicht passt. Jemand fühlt sich von den geäußerten Anschauungen gestört, wird vielleicht in der Monotonie des zustimmenden Masse-Kopfnickens unterbrochen oder aus dem „Geht mi nix a – do kann ma nix tua – des isch mir wurscht – Dämmerschlaf“ aufgeweckt. Eine kritische Betrachtung ist oft nicht bequem. Für eine Sache einzustehen und für etwas zu kämpfen noch viel weniger. Es erfordert Initiative, Mut und Aktivität. Ein Fingerzeig hingegen kostet wenig Energie. Durch die kleinen Schritte zurück in den Alltag wurden die Plätze im öffentlichen Raum wieder belebter und für Versammlungen und friedliche Kundgebungen genutzt. Menschen gingen auf die Straße, um auf ein Recht, eine Sache, vielleicht ihre Herzensangelegenheit aufmerksam zu machen und zum Nachdenken anzuregen. Das Bedürfnis nach echten Kontakten und direkter Kommunikation scheint vielen Menschen sehr wichtig zu sein. Und auch aus kritischer Sicht im Bezug auf eine mögliche Virusverbreitung sind Zusammentreffen unter freiem Himmel weniger problematisch als in einem geschlossenen Raum. Ganz abgesehen von den positiven Auswirkungen auf die Psyche und das Immunsystem, die echte Sozialkontakte mit sich bringen. Von Zeit zu Zeit seine Anschauungen und sich selbst zu hinterfragen, tut in jedem Fall gut. Zeit mit sich selbst zu verbringen, legt Ziele und Wünsche offen und klärt vieles. Bleiben Sie doch das nächste Mal stehen und hören Sie sich an, wofür die Menschen auf die Straße gehen. Machen Sie sich selbst ein Bild, es steht Ihnen – uns allen – frei.