Fairnetzte Welt!

Fairnetzte Welt Seit über 30 Jahren verkörpert der Weltladen in Reutte den Geist des fairen Handels. Das Geschäft lebt durch das leidenschaftliche Engagement der Menschen, die hier arbeiten und natürlich vom Einkauf der Kunden, die Wert auf faire Arbeits-, Produktions- und Handelsbedingungen legen. Die Verantwortlichen, Verkäufer und ehrenamtlichen Helfer tragen mit ihrem Engagement die Botschaft von Solidarität und Mitmenschlichkeit in die Welt hinaus. Sie treten für die globale Vision von Existenzgrundlagen, Würde und Chancen für alle ein. Diese Vision kann nur verwirklicht werden, wenn so viele Menschen wie möglich diesen Gedanken unterstützen und „faire“ Produkte kaufen. Die Weltläden verkörpern ein nachhaltiges Geschäftsmodell, das eine gerechte Wirtschaft mit Bedacht auf unseren Planeten möglich macht. Alle Produkte im Weltladen sind zertifiziert und haben eine Reihe von Qualitäts- und Gütesiegelkontrollen durchlaufen. Fairness, Umweltschutz, Gleichberechtigung und Menschenwürde sind Kriterien. Der Weltladen führt auch Up- und Recyclingprodukte. Geschichte des Weltladens in Reutte: Den Grundstein für den Weltladen in Reutte legten zwölf junge Menschen Anfang der 90er mit einer „Bausteinaktion“. Damit finanzierte die Gruppe die Renovierung und Einrichtung des damaligen „3. Welt- und Lebenshilfe-Ladens“ im Dengelhaus. Die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Dritte Welt Gruppe Reutte-Breitenwang“ mit Obfrau Luitgard Weißensteiner folgte. Selbst hergestellte Produkte von Klienten der Lebenshilfe wurden im gemeinsamen Laden verkauft. Die Lebenshilfe Werkstätte und der „3. Weltladen“ arbeiteten bis Mitte der 90er Jahre Hand in Hand. Mit großer Unterstützung der Marktgemeinde Reutte übersiedelte der Weltladen 2018 ins Haus „Zur goldenen Glocke“. Der Vereinsvorstand rund um Obmann Harald Urschitz und Geschäftsführerin Barbara Schennach sowie Schriftführerin-Stv. Andrea Senn freuen sich über die großartige Unterstützung ihres Teams und die unbezahlbaren ehrenamtlichen Tätigkeiten vieler Menschen. Im Weltladen, der auch Klimabündnisbetrieb ist, kann man sich viele Wünsche der täglichen Einkaufsliste mit gutem Gewissen in den Einkaufskorb packen. Als Zugabe zu jedem Artikel kommt die Sorgfalt und Liebe, mit denen sie hergestellt wurden. Fesch und zugleich fair können Sie aus dem Weltladen gehen. Das breite Warenangebot hält Kleidung und Schmuck bereit und reicht von der Kaffeebohne bis hin zur Hängematte. Gewürze, hochwertige Genuss- und Lebensmittel, Handwerksartikel und Räucherwaren sind nur ein paar Beispiele aus dem hochwertigen und fair gehandelten Produktsortiment. Eine Marke. Seit 25 Jahren treten die österreichischen Weltläden mit einer gemeinsamen Marke auf. Dies ist sichtbares Zeichen für Identität und den Erfolg fairen Handels. Vor 44 Jahren eröffnete in Innsbruck der erste Weltladen Österreichs. Mitte der 1990er gab es bereits über 50 Weltläden in Österreich. Dieses Wachstum ging weiter – heute sind es knapp 90 Fachgeschäfte in ganz Österreich. 1995 taufte man die „3. Weltläden“ und die „Alle Weltläden“ einheitlich auf den Namen „Weltladen“, 1996 wurde europaweit der Weltladentag am 8. Mai eingeführt. Dieser wird normalerweise mit Verköstigungen, Projektvorstellungen, Kulturprogrammen und Produktinformationen begangen. Online macht die ARGE Weltläden auf die Aktionen aufmerksam. Der heurige Weltladentag steht unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel“. Die politische Kampagnenarbeit soll eine sozial-ökologische Transformation ermöglichen. Die aktuellen Krisen zeigen, dass unsere Zukunft von einem grundlegenden Wandel im Wirtschaftssystem abhängt und dass handeln wie bisher gravierende Folgen für die Menschheit haben wird. Fairer Handel kann als Wegweiser für eine Neuausrichtung dienen. Im Schaufenster der Weltläden wird mit Aktionen auf die Werte Solidarität, Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit, Respekt, Transparenz, Politisches Engagement aufmerksam gemacht.