Der „Via-Claudia-Augusta-Platz“

Platz da Nach mehrmonatigen, intensiven Arbeiten konnte der geplante Bereich beim Tourismusbüro in Reutte mit Fotopoint, Spinden und Fahrradreparaturstation, fertiggestellt werden. Zur offiziellen Eröffnung trafen sich Günter Salchner (Bgm. der Marktgemeinde Reutte), Hermann Ruepp (Obmann TVB Naturparkregion Reutte), Ronald Petrini (Geschäftsführer TVB Naturparkregion Reutte) sowie weitere führende Vertreter der transnationalen Kooperation Via Claudia Augusta, um den Platz endgültig seinem neuen Zweck zu übergeben. Die Via Claudia Augusta verbindet als touristische Route die Kulturachse Europas. Sie ist ein Stück Identität und wird von der Bevölkerung als Achse der Begegnung, des Austauschs und der Zusammenarbeit erlebt. In der neuen Begegnungszone im Untermarkt sind Fußgänger, Radfahrer und der motorisierte Verkehr gleichgestellt. Der „Via-Claudia-Augusta-Platz“, unmittelbar neben dem Tourismusbüro, ist zentraler Informationspunkt am Fernradweg Via Claudia Augusta und wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Tourismusverband, Marktgemeinde Reutte und Regionalentwicklung Außerfern umgesetzt. 55 % der Gesamtkosten von € 212.300,- netto wurden durch Leader-Fördermittel finanziert, die verbleibenden 45 % zu gleichen Teilen durch den Projektträger Tourismusverband Naturparkregion Reutte und die Marktgemeinde Reutte getragen. Auf „4 Karten durch die Jahrtausende“ ist der Verlauf der Via Claudia Augusta durch die Region dargestellt und die Entwicklung dieser im Lauf der Jahrhunderte aufgezeigt. Waren es in der Römerzeit reisende Händler und Soldaten, die in der Region Station machten, soll neben den Einheimischen heute vor allem Feriengästen, Fernradlern und Weitwanderern ein neuer Kraftplatz geboten werden. Der Platz schließt an die weitläufige Grünfläche der Parkanlage an und wurde mit vielen optischen und praktischen Highlights versehen. Der Via-Claudia-Augusta-Brunnen, der die Achse eines Streitwagens darstellt, wurde vom früheren Standort am Isserplatz in den Untermarkt übersiedelt. Die Speichen des Brunnens werden von Wasserstrahlen gebildet. Nachts werden die beiden Räder beleuchtet. Davor verläuft symbolisch – durch dunklere Pflastersteine dargestellt – die Römerstraße Via Claudia Augusta. Blickfang ist auch der große hölzerne römische Streitwagen mit den zwei Pferden, der sich bestens für ein Erinnerungsfoto eignet. Unter einer Schatten spendenden Pergola wurden Fahrradständer mit Ladesteckdosen für E-Bikes, absperrbare Spinde, Sitzgelegenheiten und außerdem ein Frischwasserbrunnen installiert. Kleinere Reparaturen am Rad können mit dem bereitgestellten Werkzeug der Servicestation durchgeführt werden.