Das ist es!

Das ist es! Was willst du einmal werden? So lautet eine oft gestellte Standardfrage an Jugendliche. Ein Schnupperpraktikum ermöglicht Schülern einen praxisnahen Einblick in eine Branche und ein Unternehmen. Damit die Schüler möglichst viele Berufe näher kennenlernen können, bietet die Mittelschule Untermarkt schon in der dritten Klasse berufspraktische Tage an. Je nach Interesse der Jugendlichen fragen sie bei einem Unternehmen ihrer Wahl um die „Berufspraktischen Tage“ an. Viele Unternehmen und Kaufmannschaftsbetriebe beteiligen sich seit Jahren an der Aktion, mit dem Ziel, motivierte Arbeitskräfte für ihren Betrieb zu gewinnen. Im Autohaus Schweiger wurden Motorhauben für interessierte Blicke geöffnet. Lehrwerkstattleiter Johannes Wachter und die Mechaniker freuten sich über viele Fragen. In den zwei Tagen konnten vier Burschen viel Informationen über den Beruf des Autospenglers oder Automechanikers sammeln. So zeigte man ihnen, welche Parameter für ein TÜV-Pickerl durchgecheckt werden müssen und die Fehleranalyse mittels Computer, welche Flüssigkeiten in welchem Schlauch wohin führen und eine Menge mehr. Im Vorzeigebetrieb Holzbau Saurer in Höfen durften die Drittklässler mit anpacken. Sie halfen beim Umschichten von Fertigelementen, sahen beim Abbund eines Dachstuhles zu und lernten den Werkstoff Holz näher kennen. Betreuungslehrer Andreas Weirather war begeistert, wie viel Zeit sich die Mitarbeiter der Elektrizitätswerke für die Schüler nahmen. Den Schülern gefiel es gemeinhin, einmal die Schulbücher ruhen zu lassen und statt Schulbankdrücken die Tage im richtigen Arbeitsleben zu verbringen. André schnupperte Holzluft bei Toni Mantl in der Tischlerei. Am ersten Tag half er beim Abbau von Regalen. Am darauffolgenden Tag bekam der 14-Jährige in der Werkstatt einiges zu sehen. Abbau, schleifen und furnieren zum Aufmöbeln einer Tür fand André sehr interessant. Wie kreativ und abwechslungsreich die Arbeit in einem Friseursalon ist, wollte Jana wissen. So unterschiedlich die Persönlichkeiten und Köpfe, so individuell sind die Kundenwünsche beim Friseur. Für Friseurmeister Harald Singer ist sein Beruf noch immer (s)ein Traumberuf. „Wer gerne mit Menschen zu tun hat, ein kreatives Handwerk ausüben will und teamfähig ist, für den ist der Beruf perfekt.“ Im Gastrobereich der Alpentherme stellte sich Murat ganz selbstbewusst hinter die Kassa. Unter Anleitung von seinem Vater, der Mitarbeiter in der Vergnügungsanlage ist, durfte er fleißig mitarbeiten. Bei den Kaufmannschaftsbetrieben Spar, Tyrolia, Lagerhaus und Hervis Sports konnten sich die angehenden Praktiker bei der Kundenberatung einige Tipps holen. In der Südtiroler Apotheke durfte der „Tageslehrling“ beim Salbenrühren helfen. Auch die Bäckerei Knittel freute sich über „Schnupperer“ in der Backstube.