Vorsprung durch Technik – Ausflug zu den vier Ringen!

Hautnah den gesamten Produktionsablauf eines Audis miterleben, Wissenswertes erfahren über alle Audi-Standorte sowie das Stammwerk Ingolstadt, waren die Intention zum 40-jährigen Bestandsjubiläum der Kaufmannschaft. Und das konnten die Mitglieder bei einem Ausflug nach Bayern hautnah feststellen. Unterstützt durch die Firma Schweiger als Audi-Repräsentant vor Ort, machte man sich auf den Weg über die Grenze nach Ingolstadt. Überaus beeindruckt zeigten sich die Reuttener dann von einer Stadt in der Stadt, in der 45.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Davon allein über 9000 in der Forschung und Entwicklung. Das Werksgelände 360 mal größer als das Areal der Allianz-Arena in München. Die kompakte Überblicksführung ließ den gesamten Produktionsablauf eines Audis miterleben: vom Presswerk mit den imposanten Umformwerkzeugen, dem Karosseriebau, wo modernste Schweißroboter ihre Präzisionsarbeit verrichten bis zur Endmontage. Zum Schluss der fachmännischen Führung wurde man Zeuge der sogenannten „Hochzeit“, bei der die Antriebseinheit mit der Karosserie zusammengefügt wird. Am Band fand man die unterschiedlichsten, personifizierten Typen des Herstellers hintereinander. Ein Wunder an Technik und Logistik. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen im „Avus-Restaurant“ des bayerischen Autobauers wurde bei einer weiteren Führung im Museum eine Zeitreise angetreten. Schon 110 Jahre werden vom nunmehrigen Großkonzern Autos gebaut. Der Markenname entstand, als Unternehmensgründer August Horch nach Zerwürfnissen sein nach ihm benanntes Unternehmen in Zwickau verließ und einen Namen für ein neues Unternehmen suchte. Die Lösung des Problems fand er im Vorschlag eines Zwickauer Gymnasiasten, der Horch ins Lateinische übersetzte. Audi kommt somit von hören oder zuhören und bedeutet „Höre!“ oder eben „Horch!“. 1910 wurde die Audi Automobilwerke GmbH Zwickau in das Handelsregister der Stadt Zwickau eingetragen. Im Jahr 1928 übernahm der Kleinwagen- und Motorradproduzent Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG, bekannt durch seine Marke DKW, die Audiwerke AG Zwickau. Beide Unternehmen gingen in der Mitte 1932 gegründeten Auto Union AG, Chemnitz auf, zu der noch die Wanderer-Werke und Zwickauer Horchwerke AG gehörten. Symbolisch zum Ausdruck kam der Zusammenschluss der vier Pkw-Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer im Auto-Union-Firmenzeichen mit den verschlungenen Ringen, welches das heutige Audi-Logo darstellt. Für die Reuttener Abordnung war der Besuch bei einem Premium-hersteller in der Autoindustrie ein ganz besonderes Erlebnis, das wohl kaum einer je vergessen wird.